Wundheilung & Wunden

Stichwunden werden durch einen schmalen spitzen Gegenstand verursacht (z.B. beim Nähen) und weisen äusserlich oft nur einen kleinen Wundbereich auf. Bei dem Verdacht auf eine tiefer liegende Verletzung ist eine medizinische Untersuchung notwendig, um Verletzungen tiefer gelegener Organe, Sehnen, Nerven oder Gefässe auszuschliessen.

Platzwunden entstehen durch Einwirken von stumpfer Gewalt und Schwerkräften auf Hautteile, die direkt über dem festen Knochen liegen, z.B. im Kopfbereich. Die Wunden haben klaffende, unregelmässige Wundränder und bluten häufig stark. Platzwunden grösseren Ausmasses und besonders diejenigen im Kopfbereich sollten immer von einem Arzt versorgt werden.

Risswunden entstehen durch das Einwirken spitzer Gegenstände bei gleichzeitiger Überdehnung des betreffenden Hautareals. Es kommt zum Einreissen der Haut, die Wunde zeigt unregelmässige, gezackte Wundränder, was zu einer beeinträchtigten Wundheilung führen kann und das Entstehen von Narben begünstigt.

 

Grössere Risswunden sollten medizinisch versorgt werden, z.B. durch chirurgische Begradigung der Wundränder und der Wundnaht.

Schürfwunden Normalerweise heilen oberflächliche Schürfwunden folgenlos ab. Sie bluten in der Regel wenig, können aber durch z.B. Strassenschmutz o.Ä. stark verschmutzt sein. Grössere Schürfwunden sind sehr schmerzhaft, da durch die Abschürfung der oberen Hautschicht (Epidermis) die Nervenenden der darunterliegenden Hautschichten freigelegt werden.

Bisswunden Bisswunden (z.B. durch einen Hund verursacht) sind generell mit einem hohen Infektionsrisiko behaftet. Sie können zu ernstzunehmenden Infektionen führen, da durch den Speichel hochinfektiöse Keime in die Wunde übertragen werden können. Bisswunden erfordern grundsätzlich eine medizinische Behandlung.

Die Physiologie der Wundheilung

Kleinere Verletzungen können jederzeit auftreten, und normalerweise verheilen sie problemlos und schnell. Wundheilung ist ein komplexer Prozess, in dem eine Vielzahl von Reaktionen den reibungslosen Ablauf gewährleistet. Der Ablauf kann in 5 Phasen unterteilt werden, wobei diese teilweise parallel ablaufen.

1. Blutgerinnung und provisorischer Wundverschluss
Durch die Verletzung der kleinen Blutgefässe der Dermis kommt es bei nahezu jeder frischen Wunde zu einer initialen Blutung. Unter Beteiligung von Blutplättchen (Thrombozyten) und körpereigenen Gerinnungsfaktoren sorgt die sofort einsetzende Blutgerinnung für einen ersten provisorischen Verschluss der Wunde.

2. Exsudation und Inflammation
In dieser Phase werden die Blutgefässe im Wundgebiet weitgestellt und Blutzellen (Makrophagen) wandern in das Wundgewebe ein. Es kommt zur Bildung von Wundsekret. Diese Flüssigkeit, auch Exudat genannt, enthält eine Vielzahl essentieller Substanzen wie Enzyme, Antikörper, Entzündungszellen, Wachstumsfaktoren sowie weitere Zellen und Substanzen, die für einen kontinuierlichen Heilungsprozess notwendig sind.

3. Proliferation und Granulation
In dieser Phase des Wundheilungsprozesses werden neue Zellen gebildet und das zerstörte Gewebe durch so genanntes Granulationsgewebe ersetzt.

 

Fibroblasten, die Hauptzellen der Dermis, bilden durch die Synthese von kollagenen Bindegewebsfasern neues Bindegewebe, das die Wunde von innen her auffüllt und durch sein rotes Aussehen charakterisiert ist.

4. Epithelisation und Regeneration
Die neu gebildeten Blutgefässe sorgen für einen ausreichenden Sauerstoff- und Nährstofftransport, während das Granulationsgewebe die Wunde füllt und so die Grundlage für den eigentlichen Wundverschluss, die Bildung einer neuen Hautschicht, legt. Diese Epithelisation vervollständigt den Wundheilungsprozess. Dabei teilen sich die Epithelzellen der obersten Hautschicht, die vom Wundrand zur Wundmitte wandern und diese verschliessen. Sobald die Haut unter dem Wundschorf erneuert ist, löst sich die Kruste und das neu entstandene zunächst rosafarbene Hautgewebe wird sichtbar.

5. Maturation/Reife
Auf die zuvor beschriebenen Wundheilungsphasen folgt die Maturation oder Reife, eine Phase, in der sich das Narbengewebe reorganisiert. Das neue Gewebe ist allerdings nicht mit dem ursprünglichen Gewebe identisch, sondern ist schlechter durchblutet, und weniger elastisch als vorher. Zusätzlich sind Farbabweichungen der Narbe möglich, und bei bis zu 15% der Verletzungen kann man eine hypertrophe Narbenbildung beobachten. Der Prozess der Reorganisation des Narbengewebes kann Jahre dauern.

 

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Die Rolle des Pflasters bei der Wundheilung

Auch kleinere alltägliche Wunden können infiziert sein. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Wundheilung und die Infektionsraten. Dazu gehört die Anzahl und Art der Bakterien genauso wie Art und Ort der Verletzung. Andere wichtige Risikofaktoren sind zunehmendes Alter, vorbestehende Krankheiten wie z.B. Durchblutungsstörungen oder Diabetes mellitus oder eine medikamentöse Behandlung beispielsweise mit Kortison.

Pflastertechnologie

Je nachdem, wo sich die Wunde befindet, gibt es verschiedene Pflasterarten (in Form, Grösse, Material oder auch Haftung), welche auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Zur richtigen Abdeckung der Wunde, sind die Pflaster in verschiedenen Strips, Grössen und auch Längen erhältlich, die auf die gewünschte Wundgrösse zugeschnitten werden können. Hansaplast bietet eine grosse Auswahl an Basic- und High-Tech-Lösungen zur Behandlung von häufig auftretenden kleineren Verletzungen. Für weitere Informationen lesen Sie auch: Das Einmaleins der Wundversorgung.