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Rückenschmerzen: Mythen, Fakten und was wirklich hilft

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Viele weit verbreitete Rückenmythen sorgen dafür, dass Betroffene Schmerzen falsch beurteilen oder zu wenig aktiv werden.
  • Rückenschmerzen lassen sich mit gezieltem Training, Bewegung und einer stabilen Rücken- und Bauchmuskulatur wirksam vorbeugen.
  • Kurzfristige Schonung kann sinnvoll sein, aber langfristig ist Aktivität entscheidend, um Beschwerden zu lindern und erneute Schmerzen zu verhindern.

Die fünf häufigsten Rückenmythen – und was wirklich dahintersteckt

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Alltagsbeschwerden und betreffen Menschen jeden Alters. Viele Betroffene verunsichern jedoch Mythen, die sich über Jahrzehnte festgesetzt haben. Diese falschen Annahmen führen häufig dazu, dass Menschen sich falsch verhalten – etwa zu viel schonen oder zu früh auf Sport verzichten.

Ein realistischer Blick auf Ursachen und Behandlungswege hilft, Beschwerden besser einzuordnen und aktiv etwas für die eigene Rückengesundheit zu tun.

Mythos 1: „Ich kann nichts dagegen tun!“

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Viele glauben, Rückenschmerzen seien unausweichlich. Doch regelmässige Bewegung, Krafttraining und einfache Rückenfit-Methoden helfen fast immer, Schmerzen zu reduzieren.

Je eher Sie mit dem täglichen Training beginnen, desto besser! Wenn das nichts bringt, sollten Sie für eine genaue Diagnostik und Therapie den Arzt aufsuchen. Denn anhaltende Schmerzen kosten nicht nur eine Menge Energie und bedeuten Extra-Stress, sondern schlagen auch auf die Psyche und das Immunsystem.

Mythos 2: „Akute Beschwerden: Ich muss mich sofort ruhigstellen, schon verschwindet der Schmerz.“

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Regelmässige Übungen für den Rücken und richtiges Heben helfen dabei, den Rücken zu entlasten.

Kurzfristige Schonung kann bei einem Hexenschuss oder akuten Überlastungen entlasten – aber nur für wenige Tage.

Langfristig hilft nur regelmässige Bewegung sowie die Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskulatur. Denn Rücken- und Bauchmuskeln gleichmässig zu beanspruchen kann die Heilung beschleunigen und zukünftige Verletzungen verhindern. 

Mythos 3: „Wer Sport treibt, bleibt von Rückenschmerzen verschont.“

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Auch sportliche Menschen können Rückenschmerzen bekommen. Dennoch gilt: Wer in Form ist und regelmässig trainiert, hat seltener und weniger starke Beschwerden. Ein Mix aus Kraft-, Dehn- und Entspannungsübungen ist der beste Schutz.

Tritt der Schmerz immer wieder auf, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen.

Mythos 4: „Jetzt kann ich meinen Lieblingssport vergessen!“

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Rückenschmerzen bedeuten nicht, dass Sie dauerhaft auf Sport verzichten müssen. Schmerzen im unteren Rücken selten chronisch, sondern zeitlich begrenzt. Es ist also meist nur eine Frage der Zeit, bis Sie es überstanden haben. Beginnen Sie so bald wie möglich wieder mit Ihrem Sport – angepasst an Ihr Wohlbefinden.

Mythos 5: „Wenn ich immer gerade sitze, dann passiert mir nichts.“

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Nein! Auch wer immer gerade sitzt, benutzt seine Muskulatur nur einseitig. Beim dynamischen Sitzen hingegen werden unterschiedliche Muskelgruppen bewegt.

Wer also zwischendurch mal aufsteht, sich streckt, reckt oder nach hinten lehnt, macht’s besser und schützt so seinen Rücken.

Warum Aktivität der beste Schutz vor Rückenschmerzen ist

Ein starker Rumpf, regelmässige Bewegung und gezielte Dehnübungen unterstützen die Wirbelsäule und verbessern die Belastbarkeit im Alltag. Wenn Sie eine Routine entwickeln, bei der Sie regelmässig die wichtige Stützmuskulatur kräftigen und das Ganze mit Dehnungsübungen kombinieren, tragen Sie selbst den grössten Teil zu Ihrer Gesundheit bei.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Sportprogramm das richtige für Sie ist oder möglicherweise Stress und psychischer Druck Ihre Schmerzen beeinflussen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin und bitten um Rat.

Bitte beachten Sie, dass keiner der hier erteilten Ratschläge die Untersuchung durch einen Arzt ersetzen kann.

Wichtig: Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie sich eine Verletzung zugezogen haben oder Sie einen Bandscheibenvorfall vermuten. Werden die Beschwerden von Rötungen, Schwellungen, einer Überwärmung der Gelenke, von anhaltenden oder schweren Schmerzen und/oder neurologischen Beschwerden begleitet (z. B. Taubheitsgefühle, Kribbeln) oder strahlen die Schmerzen in die Beine aus, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Weitere Informationen zu Hansaplast-Produkten erhalten Sie bei der Hansaplast-Hotline 0800/806111 (9 - 12 Uhr, gratis), oder nutzen Sie unser Kontaktformular

Zuletzt aktualisiert: 19.12.2025

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