Wer OP-Narben vorbeugen möchte, kann den Heilungsprozess mit den richtigen Massnahmen gezielt unterstützen – und damit das Risiko für auffällige Narben deutlich reduzieren. Bei Verletzungen der Epidermis (Oberhaut) sowie der darunterliegenden Dermis (Unterhaut) kommt es im Regelfall zu einer Narbenbildung am Ende des Heilungsprozesses. Der Grund dafür ist, dass unser Körper das komplexe und hoch spezialisierte Hautgewebe nicht nachbilden kann. Anstatt das Hautgewebe neu zu bilden, repariert unser Körper die Wunde durch ein anderes Gewebe, welches sich dann in einer Narbe zeigt.
Die Bildung von Narbengewebe kann jedoch mit diesen einfachen Tipps reduziert werden:
1. Säubern sie Ihre Wunde regelmässig und gründlich, um Infektionen zu vermeiden.
2. Schützen Sie Ihre Operationswunde mit geeigneten und sterilen Wundverbänden in der richtigen Grösse.
3. Wechseln Sie den Wundverband regelmässig und achten Sie dabei auf saubere Hände und eine sterile Umgebung.
4. Beobachten sie Ihre Operationswunde genau und suchen sie bei Anzeichen einer Infektion Ihren Arzt auf.
5. Vermeiden Sie während des Heilungsprozesses direkte Sonneneinstrahlung oder Solariumbesuche.
6. Vermeiden Sie während der ersten Zeit der Wundheilung extreme Temperaturen wie z. B. bei Saunagängen.
7. Vermeiden Sie enganliegende Kleidung, um die Reibung an der OP-Wunde zu reduzieren.
8. Vermeiden Sie eine übermässige Spannung der Wunde durch Sport oder körperliche Aktivitäten.
9. Achten sie darauf, dass Ihre Operationswunde vor Wasser geschützt wird.