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Welche Wundarten gibt es – und wie erkennt man sie?

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Es gibt mechanische, thermische, chemische und chronische Wunden.
  • Sogenannte mechanische Wunden gehören zu den am meisten verbreiteten Verletzungsarten. Dazu gehören Schürf- sowie Schnitt-, Platz- und Quetschwunden. Auch Blasen an Händen und Füssen zählen dazu.
  • Je individueller die Versorgung an die Art der Wunde angepasst wird, desto besser sind die Heilungschancen. Akute Wunden wie beispielsweise Platzwunden sollten grundsätzlich ärztlich behandelt werden.

Welche verschiedenen Wundarten gibt es?

Verletzungen gehören zum Alltag dazu, sowohl kleine Schürfungen als auch grössere Schnittwunden. Allgemein werden Wunden grob in folgende Wundarten eingeteilt:

  • Mechanische Wunden
  • Thermische Wunden
  • Chemische- und Strahlungswunden
  • Chronische Wunden

Welche Behandlung die beste ist, hängt von der jeweiligen Wunde ab.

Was sind mechanische Wunden?

Eine mechanische Wunde ist eine sehr verbreitete Wundart, welche durch eine Gewalteinwirkung entsteht. Typische mechanische Wunden sind vor allem Schnittwunden, Schürfwunden, Platzwunden und Quetschwunden. Die Ursache kann z. B. ein Fahrradsturz oder ein Schnitt mit dem Küchenmesser sein, welche ganz unterschiedliche Behandlungen erfordern können.

Was sollte man bei Schürfwunden beachten?

Ein Kind sitzt auf einem Rasen und hält sich sein aufgeschürftes Schienbein.
Schürfwunden sind eine sehr gängige Wundart.

Jeder hat es als Kind oder selbst als Erwachsener erlebt: die ein oder andere Schürfwunde am Knie, Ellbogen oder Handfläche. Schürfwunden zählen zu den mechanischen Wunden. Dabei kommt es zu einer Verletzung der oberen Hautschicht, die meist in Folge eines Sturzes entsteht.

Raue Oberflächen verletzen dabei die Haut und können auch zur Blutung führen. Jetzt ist eine schnelle Versorgung gefragt, damit sich die Wunde nicht infiziert.

Reinigen Sie die Wunde sorgsam, bis sich kein Schmutz mehr darin befindet, und kleben Sie zum Schutz ein passendes Hansaplast Kinderpflaster auf, um die Wunde abzudecken. Verwenden Sie für die weitere Behandlung am besten die Hansaplast Wundheilsalbe: Diese unterstützt den Heilungsprozess und reduziert das Risiko von Narbenbildung.

Worauf kommt es bei Platz- und Quetschwunden an?

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Platzwunden gehören in ärztliche Hände.

In den meisten Fällen sind Platz- und Quetschwunden ernster, als sie erscheinen – daher sollten Sie direkt einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Meistens bleiben kleine Narben zurück, die durch eine gute Behandlung jedoch oft kaum mehr sichtbar sind. Was bei diesen Wunden umgehend zählt, ist die richtige Erstversorgung. Drücken Sie hierzu mit einem sterilen Tupfer auf die offene Wunde. Dadurch wird die Blutung vorerst gestoppt.

Platz- und Quetschwunden gehören zählen ebenfalls zu den mechanischen Wunden. Sie treten besonders bei Kindern häufig auf, z. B. wenn diese beim Aufstehen gegen einen Tisch stossen oder gegen eine Kante fallen. Wie der Name schon verrät, entstehen diese Wunden durch das Aufplatzen der Haut.

Was sollte man bei der Versorgung von Schnittwunden beachten?

Nahaufnahme der Hände einer erwachsenen Frau, die ein Pflaster auf den verletzten Finger eines Kindes aufklebt.
Leichte Schnittwunden verheilen schnell.

Als Schnittwunden werden Verletzungen aller Hautschichten mit glatten, abgegrenzten Wundrändern bezeichnet. Leichte Schnittwunden sind ungefährlich und äussern sich meist durch lästige Juck- oder Spannungsschmerzen. Falls die Schnittwunde durch Glasscherben entstanden ist, entfernen Sie vorsichtig alle Glassplitter und reinigen Sie die Wunde gründlich, z. B. mit dem hautfreundlichen.

Geht der Schnitt jedoch tiefer, können darunter liegende Nervenbahnen, Sehnen und Hauptadern verletzt sein. In diesem Fall ist ein Druckverband mit steriler Wundauflage hilfreich. Um den Wundheilungsprozess zu unterstützen, pflegen Sie die Schnittwunde mit hautfreundlichen Wundheilprodukten, z. B. der Hansaplast Wundheilsalbe oder dem Hansaplast Wundspray.

Wie versorgt man Blasen an Händen und Füssen richtig?

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Eine offene Blase immer gründlich reinigen.

Blasen entstehen im Alltag schnell und können sehr unangenehm sein – diese können Sie jedoch genauso schnell wieder loswerden. Dafür gibt es die Hansaplast Blasenpflaster mit Aktiv-Gel Polster: Sie sorgen für eine sofortige Schmerzlinderung und schnellere Heilung. Um den Heilverlauf zu unterstützen, können Sie zusätzlich Hansaplast Wundheilsalbe auftragen.

An Händen und Füssen, wo die Haut besonders dünn ist, kommt es auch häufig zu einem Riss der Blase. Hier entsteht nach dem Austritt des Gewebewassers eine Wunde. Reinigen Sie den verletzten Bereich gründlich. Kleben Sie die Blase im Anschluss mit einem festen, aber atmungsaktiven Pflaster  wie dem Hansaplast Extra Robust Waterproof Pflaster sorgfältig ab.

Was sollte man bei Kratz -und Bisswunden beachten?

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Bisswunden können Krankheiten übertragen.

Bei Kratz- und Bisswunden durch Menschen oder Tiere besteht oft eine sehr hohe Infektionsgefahr. Krankheitserreger können über den Speichel oder über die Krallen in die Wunde gelangen und so zu schweren Infektionen wie Tetanus führen. Deshalb müssen Kratz- und Bisswunden immer von einem Arzt oder einer Ärztin untersucht werden.

In leichteren Fällen wird nur die Haut verletzt. Aber auch hier ist Erste Hilfe gefragt: Wunde gründlich reinigen, abdecken und mit einer Wundsalbe nachbehandeln. Ausserdem sollte der Tetanus-Impfschutz überprüft werden.

Was sind thermische Wunden?

Bei thermischen Wunden entstehen Hautverletzungen durch das Einwirken von Hitze oder Kälte. Bei Hitzeeinwirkungen kommt es hierbei zu Verbrennungen oder Verbrühungen (zum Beispiel durch heisse Flüssigkeiten). Erfrierungen sind die Folge von Kälteeinwirkung.

Wie behandelt man Sonnenbrand am besten?

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Zu viel Sonnenstrahlung führt zu Sonnenbrand.

Eine typische und allseits bekannte thermische Wunde ist der Sonnenbrand. Leichte Sonnenbrände kann der Körper noch selbst stabilisieren. Wenn bei stärkeren Verbrennungen Blasen auftreten, suchen Sie einen Arzt oder eine Ärztin auf. Wichtig ist, immer auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten.

Welche Grade von Verbrennungen gibt es?

Verbrennungswunden entstehen durch Hitzeeinwirkung mit Temperaturen von über 40 bis 45 Grad Celsius. Dabei entscheiden sowohl die Höhe der Temperatur als auch die Einwirkungsdauer über die Schwere der Verletzung. Brandwunden können in vier Verbrennungsgrade eingeordnet werden:

  • Verbrennungen ersten Grades weisen eine Rötung der Haut auf und verheilen meist problemlos.
  • Bei Verbrennungen des zweiten Grades handelt es sich um eine Schädigung von Oberhaut und darunter liegender Lederhaut mit Blasenbildung. Hier kommt es zu einer vollständigen Heilung mit oder ohne Narbenbildung.
  • Bei einer Verbrennung dritten Grades sind weitere Hautschichten betroffen. Es kommt zu einer vollständigen Zerstörung von Oberhaut und Lederhaut. Ist dieser Fall eingetreten, müssen Sie diese schnellstmöglich ärztlich behandeln lassen.
  • Der vierte Grad ist eine Verbrennung mit irreversibler Verkohlung des Gewebes. Die verbrannten Hautareale müssen operativ versorgt werden. 
Kleine Brandwunden selbst behandeln:
Bei leichten Verbrennungen, die z. B. durch kurzen Kontakt mit dem heissen Backofen entstehen, sollten Sie die verbrannte Stelle mindestens fünf Minuten unter kaltes Wasser halten. Bei kleinen Brandwunden 1. und 2. Grades kann zusätzlich eine Wundsalbe wie die Hansaplast Wundheilsalbe aufgetragen werden, um den natürlichen Heilungsprozess zu fördern.

Worauf kommt es bei der Versorgung von Erfrierungen an?

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Erfrierungen 1. und 2. Grades heilen vollständig

Bei Erfrierungen werden die Haut und das darunter liegende Gewebe durch Kälte geschädigt. Besonders häufig betroffen sind Finger, Zehen, Nase, Ohren oder Wangen. Sie sind vergleichsweise schlecht durchblutet und haben eine relativ grosse Oberfläche. Oft kann der Arzt erst nach einigen Tagen beurteilen, wie schlimm die Erfrierung tatsächlich ist.
Der weitere Verlauf hängt vom Schweregrad ab:

  • Erfrierungen ersten und zweiten Grades heilen wieder vollständig ab.
  • Frostbeulen heilen in der Regel von selbst wieder ab, was jedoch einige Wochen in Anspruch nehmen kann.  

Wichtig ist, die Körperstellen in dieser Zeit warmzuhalten. Bei wiederholten Gewebeschädigungen können dauerhafte Beschwerden zurückbleiben. 

Was sind chemische und Strahlungswunden?

  • Chemische Wunden sind Schädigungen von Haut, Schleimhaut oder Organen durch Kontakt mit chemischen Substanzen wie Säure oder Lauge. Die Verätzung des Gewebes wird durch Hautrötung, Blasenbildung oder trockenen Schorf sichtbar.
  • Der Schweregrad der Verletzung hängt hier von der Art der Chemikalie ab. Aber auch deren Konzentration, pH-Wert und die Kontaktdauer spielen eine Rolle. 
  • Strahlungswunden entstehen im Rahmen einer Krebstherapie oder durch Röntgenstrahlen.

Was muss man bei chemischen Wunden durch Verätzung tun?

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Chemische Wunden erfordern ärtzliche Hilfe.

Je nachdem, welcher Körperbereich betroffen ist, gibt es bei einer Verätzung unterschiedliche Erste-Hilfe-Massnahmen. Einige Dinge gelten jedoch immer:

Erste-Hilfe-Massnahmen bei Verätzungen der Haut:

  1. Rufen Sie in jedem Fall die Rettung!
  2. Entfernen Sie zuerst jede Art von Kleidung, die mit der Säure in Berührung kam.
  3. Anschliessend säubern Sie Ihre Wunde 15 min lang unter laufendem Wasser. Finger weg von Salben, da diese die Verätzung noch zusätzlich verschlimmern können!
  4. Wenn Sie Ihre Wunde ausreichend gesäubert haben, legen Sie eine sterile Kompresse an. Das hilft, bis sie ärztlich untersucht werden kann.

Kann man Strahlungswunden durch Chemotherapie oder Röntgenstrahlen selbst behandeln?

Nein. Strahlungswunden entstehen häufig durch die Bestrahlung im Rahmen einer Krebstherapie oder durch Röntgenstrahlen. Diese Art von Wunde lässt sich nicht mit Pflastern oder Salben behandeln. In diesem Fall müssen Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.  

Was ist eine chronische Wunde?

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Ohne Behandlung kann jede Wunde chronisch werden.

Falls nach einer fachgerechten Behandlung keine Heilung aufgetreten ist, leiden Sie unter einer chronischen Wunde. Grund dafür könnten Erkrankungen der Venen oder Arterien sowie Druck auf die Wunde oder Diabetes mellitus sein. Andere Ursachen sind Infektionen, Tumore oder seltene Hauterkrankungen. Die häufigsten chronischen Wunden sind das Beingeschwür, das Druckgeschwür und Fussläsionen bei Zuckerkrankheit.

Chronische Wunden gehen in der Regel mit starken Schmerzen einher, unter welchen die Patienten leiden. Eine adäquate Schmerztherapie ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Wundversorgung. Zusätzlich zur Behandlung der Grunderkrankung und der Wundpflege werden verschiedene physikalische Verfahren angewandt. Diese beschleunigen den Heilungsprozess.

Wie versorgt man die verschiedenen Wundarten richtig?

Je individueller die Versorgung an die Art der Wunde angepasst wird, desto besser sind die Heilungschancen:

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass zwar alle oben genannten Tipps und Ratschläge mit Sorgfalt zusammengestellt wurden, aber keineswegs medizinische Beratung und Behandlung ersetzen können. Lesen Sie bitte immer die Anwendungshinweise bzw. Packungsbeilagen unserer Produkte sorgfältig durch.

Wichtig: Wenden Sie sich bei Fragen zur Wundbehandlung an medizinisches Fachpersonal.

Die Informationen dieser Website sind nicht als Grundlage für Selbst-Diagnose, Behandlung und Medikation gedacht. Sollten Sie ein gesundheitliches Problem haben oder vermuten, suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf und folgen Sie seinem Rat unabhängig von den Informationen, die Sie auf dieser Webseite erhalten haben.

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Zuletzt aktualisiert: 20.12.2025

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