Familie beim freudigen Backen

Verbrennungen richtig behandeln

Wie Sie Verbrennungen richtig versorgen, damit das Backvergnügen weitergehen kann.
Ob beim Kochen, Backen oder dem Putzen danach: Im Haushalt kann es schnell zu kleinen Verletzungen kommen. Besonders in der Küche ist es gefährlich, denn Herd, Backofen und Toaster sind grosse Gefahrenquellen für kleine Verbrennungen und Brandwunden. Damit Sie sich selbst und auch Ihre kleinen Küchenhilfen bei Missgeschicken gut versorgen können, haben wir alles zum Thema Verbrennungen für Sie zusammengefasst. 

Brandwunden

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In der Küche gilt es vor allem mit Kindern vorsichtig zu sein. Verbrennungen oder Verbrühungen kommen hier besonders oft vor. Sie sind die häufigste Unfallursache bei Kindern. Darum ist es wichtig auf Unglück dieser Art vorbereitet zu sein und schnell richtig handeln zu können. Grundsätzlich gibt es verschieden schwere Verbrennungen, die unterschiedlich behandelt werden müssen. Dazu kommen wir nun im Detail. 
Kind schiebt Kekse in den Ofen
Die Gefahr für Verbrennungen ist in der Küche hoch.

Wie schlimm ist die Verbrennung?

Um feststellen zu können, wie schlimm eine Verbrennung ist, müssen der Verbrennungsgrad sowie die Ausdehnung der Verbrennung berücksichtigt werden.

Der Verbrennungsgrad beschreibt die Tiefe der Verbrennung – diese teilt sich in vier Gradstufen ein:
  1. Verbrennung ersten Grades: schmerzhafte Rötungen und Schwellungen. Nur die Oberhaut ist verletzt.
  2. Verbrennungen zweiten Grades: gerötete Haut, die Brandblasen bildet und stark schmerzt. Dabei kann je nach Schweregrad neben der Oberhaut, auch die Lederhaut verletzt sein. 
  3. Verbrennungen dritten Grades: vollständige Zerstörung von Oberhaut und Lederhaut. Ist dieser Fall eingetreten, müssen Sie schnellstmöglich den Arzt aufsuchen.
  4. Verbrennungen vierten Grades: weiss- oder schwarz-verfärbte Gewebeschäden, die bis zur Unterhaut gehen. Diese Verbrennung schmerzt nicht, da die Nervenenden verletzt sind. Die verbrannten Hautareale werden operativ versorgt.
Die Ausdehnung der Verbrennung wird auf Basis der erkennbaren Gewebeschäden festgestellt. Der Arzt sieht sich an, wie viel von der Körperoberfläche geschädigt worden ist. Dabei gilt, dass die Handfläche etwa einem Prozent an Körperfläche entspricht. 

Verbrennungen richtig behandeln

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Ist eine Brandwunde entstanden, so müssen Sie schnell handeln. Eine zeitnahe Erstversorgung kann weitere Hautschäden vermeiden und im Extremfall sogar Leben retten. Für die Erste Hilfe reicht es, wenn Sie zwischen zwei Schweregraden der Verletzung unterscheiden: kleinen und grossen Verbrennungen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie bei diesen Verletzungen vorgehen. 
Brandwunde wird unter laufendem Wasser behandelt
Bei Verbrennungen ist eine schnelle Behandlung wichtig.

Erstversorgung: kleine Verbrennungen

Dies sind Verbrennungen ersten Grades und kleine Brandwunden zweiten Grades. Für die Behandlung der Brandwunde ist es zuallererst notwendig, dass Sie Kleidung und andere Gegenstände von der verletzten Hautstelle umgehend entfernen. Es kann vorkommen, dass Stoff an der verbrannten Haut haftet – entfernen Sie diesen nicht! Nun heisst es schnell sein. Kühlen Sie die betroffene Hautstelle 10 Minuten unter handwarmem Wasser. Wird der verletzten Person kalt, so unterbrechen Sie die Kühlung sofort. 

 

Leichte Verbrennungen und Verbrühungen, bei denen sich keine Blasen bilden, müssen nicht von Medizinern speziell versorgt werden. Die Nachversorgung von kleinen Brandwunden lesen Sie weiter unten. Im Zweifelsfall lohnt es sich jedoch immer, einen Arzt aufzusuchen. 

Erstversorgung: grosse Brandwunden

Hierbei handelt es sich um grössere Verbrennungen zweiten Grades und schlimmer. Bei grossflächigen Wunden, die z. B. durch offenes Feuer entstanden sind, gilt es zuerst den Brandherd zu löschen und direkt im Anschluss den Notruf zu kontaktieren. Bei schwerwiegenden Verletzungen ist es lebenswichtig, dass die Rettungskräfte so schnell wie möglich eintreffen. 

 

Beginnen Sie erst jetzt mit der Behandlung der Brandwunde. Entfernen Sie wieder die Kleider, die die Verbrennung bedecken, sofern diese nicht festkleben. Dies kommt vor allem bei grossflächigen Verbrennungen vor und ein gewaltsames Entfernen würde die Haut weiter schädigen. Decken Sie nun die Wunde mit einer sterilen Wundauflage oder einem Brandtuch ab und fixieren Sie dies mit einem lockeren Verband. Anschliessend wickeln Sie die betroffene Person in eine Aludecke, damit sie nicht auskühlt und warten Sie auf den Rettungsdienst.

Nachversorgung von kleinen Brandwunden

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Nach dem die Verbrennung gekühlt wurde, sollte der erste Schmerz nachlassen und Folgeschäden der Haut sind vermieden. Stellen Sie nun sicher, dass die Wunde sauber ist. Verwenden Sie zur Behandlung ein alkoholfreies, antiseptisches Wundspray. Um den Berührungsschmerz zu lindern, können Sie nun ein Hansaplast Pflaster auf die Wunde geben und sie wird bald von alleine abheilen. 
Verbrennung wird mit Wundspray behandelt
Unterstützen Sie die Behandlung mit einem Wundspray.

Wundheilung beschleunigen – Tipps, Tricks & Hausmittel

Eines vorweg: Für die Wundheilung der Verbrennung gilt es vorsichtig zu sein. Immer wieder werden Sie Tipps und Tricks dazu hören, wie Sie den Heilungsprozess beschleunigen können. Ob durch diverse Salben oder angebliche Hausmittel, wie Öl, Mehl oder Zahnpasta. Wir versichern Ihnen, dass solche Hausmittel keinesfalls helfen. Im schlimmsten Fall können diese vermeintlichen Hilfsmittel die Wunde infizieren und dann müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Am besten ist es immer die Verbrennung mit Wasser zu kühlen, und feuchte Wundheilungsbedingungen zu schaffen.

 

Oberflächliche Verbrennungen, bei denen die Haut geschlossen ist und die keine Brandblasen aufweisen, können mit einem speziellen Brandgel gepflegt werden, das im Idealfall Schmerzen und mögliches Jucken lindert. Fettende Cremen oder Zinksalben sind bei Verbrennungen nicht zu empfehlen, da diese die Poren verschliessen und die verbrannte Haut aufweichen. Die Hansaplast Wundsalbe liefert hingegen durch ihre Formel optimale Wundheilungsbedingungen und bildet einen atmungsaktiven Schutzfilm, ohne die Poren zu verschliessen. Damit wird der natürliche Heilungsprozess gefördert.

 

Vorsicht beim Backen und Kochen mit Kindern

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Kinder helfen so gerne in der Küche mit und das gemeinsame Backen und Kochen macht beiden Seiten unendlich viel Freude. Man kann sich kaum entscheiden, was besser ist: das Backen oder das Gebackene zu verspeisen – unsere Kleinen haben sicher ihre Entscheidung schon getroffen. Leider sind unsere kleinen Lieblinge aber in der Küche besonders gefährdet. Denn schnell passiert es, dass eine Hand auf der noch heissen Herdplatte landet oder das Backblech, frisch aus dem Ofen, angefasst wird. 

 

Kind steht vor kochendem Wasser
In der Küche kommt es schnell zu Verbrennungen.

Beachten Sie folgende Tipps beim Kochen und Backen mit Kindern

  1. Lassen Sie Kinder nie mit scharfen Messern hantieren und sorgen Sie dafür, dass kochendes Wasser oder heisse Pfannen nicht von den Kleinen erreicht werden können.
  2. Seien Sie ein gutes Vorbild und erklären Sie Ihren kleinen Helfern, wie man mit spitzen oder heissen Gegenständen in der Küche umgeht und warum man manche Töpfe oder Pfannen nicht einfach angreifen darf.
  3. Lassen Sie die Kinder mitmachen und eigene Aufgaben erfüllen, aber behalten Sie sie immer im Auge.
  4. Sie könnten den Kindern eine eigene Arbeitsfläche, zum Beispiel in einem Schrank einbauen. So vermeiden Sie, dass sie ungewollt auf die Arbeitsfläche greifen.
  5. Reinigungsmittel sollten für die Kinder ebenso nicht zugänglich sein.
Sollte doch einmal ein kleines Hoppala passieren, reagieren Sie schnell: Halten Sie die verbrannte Körperstelle unter fliessendes Wasser, reinigen Sie die Wunde mit dem Hansaplast Wundspray. Dann kommt noch ein Pflaster drauf. Wie wäre es zum Beispiel mit unseren Don’t Worry & Be Happy Pflastern? Da gehören kullernde Kindertränen im Nu der Vergangenheit an. Weitere Infos zur Behandlung von Verletzungen bei Kindern können Sie in unserem Artikel „Erste Hilfe für kleine Patienten“ nachlesen.